Der Bartholomäusmarkt hat sein eigenes Geld

Mit der B-Mark wird das Kirmesvergnügen für Frühentschlossene günstiger – Vorverkauf jetzt bei Lotto-Walldorf und der Volksbank Bad Ems

BAD EMS. Der Bartholomäusmarktverein Bad Ems, Ausrichter des über die Grenzen des Rhein-Lahn-Kreises bekannten Volksfestes und des Blumenkorsos, hat bereits vor drei Jahren die gute, alte Mark zurück geholt. Allerdings heißt diese jetzt B-Mark, ist grün, orange, blau, silbern oder golden und aus Kunststoff – und macht das Volksfesterlebnis deutlich günstiger. Erstmals war sie beim Markt 2015 im Einsatz und darf als voller Erfolg beim Publikum und bei den Schaustellern gewertet werden, seit 2016 gibt es auch die halbe B-Mark.

„Wir wollen unsere Qualitäten als Familien-Volksfest stärken und haben uns gemeinsam mit den Schaustellern dazu entschieden, mit der B(artholomäusmarkt)-Mark einen Rabatt auf das Kirmesgeld zu geben“, erklärt Bernd Geppert, Vorsitzender des Bartholomäusmarktvereins, die Einführung der Parallelwährung. Eines nämlich vorweg: auch in Bad Ems bleibt der Euro Zahlungsmittel, allerdings wird das Kirmesvergnügen mit der B-Mark deutlich günstiger – bis zu 15 Prozent Rabatt gibt es beim frühzeitigen Kauf der Kirmeswährung. „Früher haben wir wochen- und monatelang Taschengeld gespart um das Kirmesgeld für den Bartholomäusmarkt zusammen zu bekommen und dann gab es für das fleißige Sparen noch einen Bonus von Eltern oder Großeltern obendrauf“, erinnert sich Marktmeister Willi Willig. „Das Kirmesgeld ist jetzt die B-Mark, den Bonus geben Schausteller, Verein und Sponsor Volksbank“, fasst Willig das System zusammen – denn vor dem fest gekaufte B-Mark gibt es etwas obendrauf.

Das Ganze funktionierte so: Die B-Mark war erstmals 2015 auf dem Bartholomäusmarkt Zahlungsmittel. „Jedes Fahrgeschäft, alle Kinderkarussells, jede Los-, Schieß- und Mandelbude, jeder Imbisstand, alle Bierstände, das Gastrodorf – kurz jedes „Kirmesgeschäft“ akzeptiert die Währung, jedes teilnehmende Geschäft ist mit einem deutlich sichtbaren gelben „Wir akzeptieren B-Mark“-Schild ausgestattet. Dabei zählt die B-Mark 1:1 – kostet ein Fahrchip, eine Bratwurst oder ein Getränk 2 Euro, kann das mit „normalen“ Euro, aber auch eben mit 2 B-Mark bezahlt werden. „Wir legen einen gestaffelten Bonus oben drauf – je nachdem wieviel ins Kirmesgeld investiert wird. Bis zu 15 Prozent gibt es oben drauf – sie kaufen B-Mark für 100 Euro, wir erhöhen auf 115 B-Mark“, so Geppert. Angeboten wird die B-Mark in der Geschenkverpackung für den Kirmeskurzbesuch zu 10 Euro (11 B-Mark – also plus 10 Prozent); die Bartholomäusmarkt-Stippvisite für 25 Euro (28 B-Mark); den „Ich-bleib-ein-wenig-länger-Beutel“ für 50 Euro (57 B-Mark) und die „Wenn-dann-richtig“-Variante für 100 Euro (115 B-Mark – plus 15 Prozent). Erwerben kann man die Kirmeswährung in der Volksbank-Filiale Bad Ems und im Lotto-Shop Walldorf in der Passage zur Wipsch.

 

„Ganz wichtig ist: die B-Mark muss von allen Schaustellern, also kirmesüblichen Geschäften akzeptiert werden. Jeder Getränkestand, jeder Imbiss, jedes Karussell, jede Schieß- oder Losbude, jede so genannte Warenausspielung ist dabei. Das ist Vertragsbestandteil. Nur die Markthändler, also die Verkaufsstände, können das im Vorfeld selbst entscheiden. ALLE teilnehmen Geschäfte haben aber das auffällige, gelbe „Wir akzeptieren B-Mark“ -Schild. Rabatte bekommen sie durch den Kauf der B-Mark also auf dem gesamten Bartholomäusmarkt. Sollte einmal einer der zahlreichen Mitarbeiter diese Regelung nicht kennen und die B-Mark nicht annehmen, informieren sie bitte sofort einen der Verantwortlichen vom Bartholomäusmarktverein – am besten den Marktmeister“, garantiert der Vorsitzende Bernd Geppert. „Dazu können sie auch gerne den eingesetzten Security-Dienst ansprechen – die haben jederzeit Funkverbindung zur Marktmeisterei“, ergänzt Marktmeister Willig.

Achtung: es besteht KEIN Anspruch auf Auszahlung des Wechselgeldes in Euro! Wer mit B-Mark bezahlt, kann auch nur B-Mark als Wechselgeld erhalten. Profi-Tipp: Immer abrunden und die Differenz in Euro dazulegen.