Der Markt

 

Liebe Freunde des Bartholomäusmarktes, hallo Baddel-(oder auch Barthl-)Markt-Fans,

genauso verschieden, wie das Bad Emser Stadtfest auch benannt wird, genauso verschieden soll auch das Angebot rund um den letzten Sonntag im August sein. Marktmeister Willi Willig bemüht sich alljährlich um einen ausgewogenen Mix aus Traditionellem und Neuem (beziehungsweise Verändertem), aus Hightech und Familienfreundlichkeit, aus Volksfest- und familiärer Atmosphäre.

Die Experten streiten sich wie weit die Wurzeln des Bartholomäusmarktes wirklich zurückreichen. Fest steht:  Der Bartholomäusmarkt in Bad Ems gehört zu den ältesten Volksfesten in Deutschland. Im Jahre 1379 stiftete Graf Ruprecht zu Nassau der Stadt diesen Markt, der immer zu St. Bartholomä an 2 Tagen abzuhalten sei. Wie auch in vielen anderen deutschen Städten hat sich hieraus dieser Markt zu einem Volksfest entwickelt.

Mit welcher Kirmes, mit welchem Markt oder Volksfest lässt sich der Bartholomäusmarkt vergleichen? Die Antwort: Der Bartholomäusmarkt braucht den Vergleich mit keinem Festplatz zu scheuen. Bundesweit zählt das fest natürlich nicht zu den so genannten Premiumplätzen. Um Dimensionen wie etwa das Münchner Oktoberfest, die Cannstätter Wasen, Crange oder Düsseldorf zu erreichen fehlen alleine schon Einzugsgebiet und Platzangebot. In der Riege der regional bedeutsamen, größeren Plätze spielt Bad Ems aber schon geraume Zeit eine Rolle, davon zeugen jährlich immer wieder zwischen 600 und 800 Bewerbungen von Schaustellern und Händlern. Der Marktmeister versucht daraus jährlich einen ausgewogenen Festplatz  zusammen zu stellen. Dabei erstreckt sich das Marktgelände über einen Großteil der Bad Emser Innenstadt.

Besonders beliebt – bei Beschickern wie Besuchern gleichermaßen – das reichhaltige Händlerangebot. Auf reine Krammarktbereiche wird dabei beim Bartholomäusmarkt bewusst verzichtet. Händler und Reihengeschäfte der Schausteller – wie zum Beispiel, Los- oder Schießbuden, Imbiss- oder Süßwarenwagen, Ausschank oder Kinderkarussell – sorgen bunt gemischt für Anreize zum Bummeln und entspanntes Verweilen.

Aber auch die Fans der neuesten Fahrgeschäfte kommen beim Bartholomäusmarkt auf ihre Kosten. Auf sechs Plätzen finden modernste Fahrgeschäfte praktisch maßgeschneidert zwischen den Häusern der Kurstadt Platz. Der Bartholomäusmarkt in Bad Ems – „immer rund um den letzten Sonntag im August“ – ist nicht nur für eingefleischte Kirmesfans ein absolutes Muss!

Doch genauso wichtig wie die Wurzeln, die bis ins Jahr 1379 zurückreichen, ist die Zukunft des Volksfestes Bartholomäusmarkt als Kirmesveranstaltung und Heimatfest inmitten der Stadt. Bei allen Unannehmlichkeiten, die eine Innenstadtkirmes einer solchen Größenordnung für manchen Anwohner mit sich bringt und der besonderen Schwierigkeiten bei der Planung und Beschickung, macht aber gerade das den Charme des Bartholomäusmarktes aus.

Auch nach deutlich mehr als 50 Jahren – so lange richtet der Bartholomäusmarkt-Verein im Auftrag der Stadt Bad Ems Markt und Korso aus – sieht der „Kirmesarchitekt“ dies als große Herausforderung. Mit vielen Varianten wird geplant um möglichst wenig Standfläche zu verlieren. Dabei herauskommen wird auch 2018 wieder ein ansprechender Mix für alle Altersklassen. Mit dabei natürlich der Autoscooter „Spirit of America“ von Herbert Meyer aus Neuwied, der quasi das „Wohnzimmer“ der Bartholomäusmarkt-Besucher ist. Über die weiteren größeren und kleineren Highlights informieren wir in dieser Rubrik, sowie Details ausgehandelt und Verträge gemacht sind – noch läuft die Bewerbungsphase.

An der katholischen Kirche wird das „Emser Dorf“, das Gastrodorf, auch wieder Akzente setzen. Mit dem viertägigen kostenfreien Open-Air-Programm in rustikaler Holz-Optik hat sich der neue „Dorfmittelpunkt“ längst etabliert. Auch im Gastrodorf gilt es übrigens eine Tradition zu wahren: Die Kurstadt Bad Ems setzt sich historisch aus dem Bad, dem östlichen Teil, und dem Dorf Ems im Westen zusammen. Einer „Legende“ nach schallte zu Hoch-Zeiten des Kaiserbades während der Kursaison ein „Bad Ems – Hauptbahnhof“ bei der Zugankunft durch den Bahnhof, während in den Wintermonaten lediglich „Eems“ ausgerufen wurde. Jetzt soll auch im Hochsommer in „Eems“ dem Dorf inmitten der Kur- und Kreisstadt – gefeiert werden. Freuen Sie sich mit uns auf ihren Bartholomäusmarkt 2018 oder feiert mit uns den Baddelmarkt 2018!

Ihr Marktmeister Willi Willig